Projekte 2012

Projekt 31: Tech.it green – interaktiver Umgang mit erneuerbaren Energien

Leitung: Frau Steins & Frau Temme
Teilnehmer: Schüler/innen der Klassen 8 und 9

Jeder weiß: Atomkraft ist gefährlich, Kohlekraft umweltschädlich – Deutschland muss sich davon distanzieren. Welch wunderbare Erkenntnis, doch wie soll diese in die Tat umgesetzt werden, ohne Energieengpässe zu riskieren?

Mit diesem Gedanken und den möglichen Alternativen haben sich im Laufe der diesjährigen Projektwoche die Schüler der Stufen acht und neun unserer Otto-Hahn-Realschule, unter anderem unter der Leitung von Frau Steins, Frau Temme und drei Studenten der RWTH Aachen (Jannis Höing, Youming Xu, Simon Kimmerle), auseinandergesetzt. Im Rahmen dieses „Projektes 31“ wurde ein Interview mit dem Fahrzeugtechnik- und Maschinenbaustudenten Jannis Höing geführt, der sich aus der Initiative seiner Studentenbewegung („Studenteninitiative für nachhaltige Energien e. V.“ –SINERGIE-) heraus bereiterklärte, sich etwas Zeit zu nehmen, um Auskunft bezüglich Themen wie dem allseits bekannten Energiewandel und dem  geforderten, jedoch weit unter den Möglichkeiten praktizierten Energiesparen zu geben, sowie bereits zuvor mit seinen Kommilitonen und den Schülern themenbezogene Experimente durchzuführen.

Stellt sich die Frage: Warum machen sich Studenten die Mühe, sich an einem eigentlich schulinternen Projekt zu beteiligen? Die Antwort auf diese Frage lautet, dass die engagierten Studenten die Teilnehmer des Projektes, sowie die Adressaten dazu bringen wollen, sich bewusst mit dem Thema Energie und ihrem Einfluss auf die Welt, in der wir leben, auseinanderzusetzen und sowohl Wissen darüber zu vermitteln, als auch ein diesbezügliches Gefühl und Gewissen zu wecken, welches den meisten Menschen weitestgehend fehle.

So wäre es doch ganz einfach, die Stereoanlage nicht auf Standby zu stellen, sondern den Stecker zu ziehen, den Fernseher, das Radio über Zeitschaltuhren oder abschaltbare Steckdosen am weiteren Stromverbrauch zu hindern, anstatt sie Tag und Nacht auf Bereitschaft stehen zu lassen, das Licht auszumachen, wenn man den Raum verlässt und so weiter und so fort. Jeder hat schon mal von diesen Praktiken gehört doch – Hand aufs Herz – wer denkt nun wirklich immer daran? Vielleicht fehlt uns nur schlicht das Bewusstsein dessen, was nicht ein, sondern tausende Haushalte mit solchen sogenannten Energiefressern für Auswirkungen auf den Stromverbrauch haben, denn dieser Strom muss schließlich auch irgendwo herkommen. In diesem Sinne beabsichtigt die Studentenbewegung ebenfalls, Informationen über die tatsächliche Bereitstellung von Strom über verschiedene alternative Energiequellen an Interessierte weiter zu vermitteln.

Vergleichsweise groß ist der Maßstab, in dem das Thema dieses Jahr behandelt wird, in Anbetracht der Tatsache, dass die Studenten bislang „lediglich“ für drei Stunden  den Physikunterricht besucht hatten und ihr Anliegen dort verhältnismäßig weniger ausführlich darstellen konnten. In diesem Jahr nun hielten sie Präsentationen in der Projektgruppe „31“ und gaben sowohl nützliche Tipps für den effizienten und sparsamen Umgang mit Energie, als auch Auskunft über ihre Ansichten bezüglich der zukünftigen Nutzung alternativer Energien.

So betonte Jannen, dass man sich nicht auf eine Quelle beschränken könne; ein Beispiel: Windkraftanlagen könnten nicht der einzige Lieferant sein, denn es wehe schließlich nicht immer und überall Wind. Man müsse sich an die Möglichkeiten und Gegebenheiten anpassen, für kleinere Gebiete vielleicht eine dezentrale Energieversorgung einrichten – beispielsweise für die O-H-R – um genau die Menge an Strom zu erzeugen, die vonnöten ist und einzelne Einsatzgebiete mit sich anbietenden Mitteln versorgen.

Für die Haushalte gilt selbstverständlich weiterhin, was bereits genannt wurde: Licht aus, Stecker ziehen und sofern möglich, veraltete Geräte mit hohem Verbrauch gegen neuere, sparsamere Modelle eintauschen. Als Paradebeispiel stets immer wieder gerne angeführt: Der Kühlschrank. Wissen Sie, was IHRER verbraucht? Allerdings ist davon abzuraten, sämtliche Elektrogeräte auf einmal vom Netz zu nehmen, da sich die Energielieferanten auf den verminderten Verbrauch einstellen und dementsprechend weniger produzieren. Infolge dessen würde die Energieversorgung nicht ausreichen, sobald alle Geräte wieder angeschlossen werden und das Netz vollkommen überlastet sein.
<Pascal D. & Alexander S.>

Versuch im Treppenhaus

Projektarbeit