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Elternabend für die 10. Klassen

Kimberly und Juleen belegen die Plätze 6 und 14 beim NRW-Wettbewerb der Schülerlotsen

Kimberly und Juleen belegen die Plätze 6 und 14 beim NRW-Wettbewerb der Schülerlotsen

Mönchengladbach, 7. Juni 2017 Schülerinnen und Schüler der Alexander-Coppel-Gesamtschule in Solingen können sich besonders sicher fühlen, wenn sie auf dem morgendlichen Schulweg die Straße überqueren. Denn sie werden von Matthias Wolff, dem besten Schülerlotsen aus Nordrhein-Westfalen, über die Straße gelotst. Der 15-Jährige setzte sich heute beim Landesschülerlotsenwettbewerb, der beim Mönchengladbacher Entsorgungsunternehmen GEM stattfand, gegen 33 weitere Verkehrshelfer – so der amtliche Name für die Schülerlotsen – durch und wird unser Bundesland im September beim Wettbewerb auf Bundesebene vertreten.

Doch auch die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich als Siegerinnen und Sieger fühlen, da jeder ein Geschenk mit nach Hause nehmen durfte, das von der Unfallkasse NRW zur Verfügung gestellt wurde. „Den Schülerinnen und Schülern, die bei Wind und Wetter vor Schulbeginn und nach Schulschluss als Lotsen ihren Dienst tun, gebührt Respekt und Anerkennung“, so Winfried Pudenz. Der Abteilungsleiter aus dem Verkehrsministerium eröffnete in Vertretung des noch amtierenden Verkehrsministers Michael Groschek, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, den Wettbewerb. „Nicht nur durch ihre Arbeit als solche, sondern auch durch ihre Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, leisten die Verkehrshelferinnen und Verkehrshelfer Vorbildliches.“ Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister von Mönchengladbach, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Verkehrssicherheitsarbeit für die Stadt: „Im vergangenen Jahr ereigneten sich in Mönchengladbach 881 Unfälle mit Verletzten, fünf Menschen starben. Dass dabei die Zahl der Schulwegunfälle mit 24 vergleichsweise gering geblieben ist, haben wir auch der Verkehrswacht und insbesondere den Schülerlotsen zu verdanken.“ Mehr Wertschätzung für die ehrenamtliche Schulwegabsicherung forderte Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, Präsident der Landesverkehrswacht: „Was die Jugendlichen mit ihrem Dienst leisten, wird häufig erst anerkannt, wenn dieser einmal ausfällt oder eingestellt wird. Leider ist das Klima auf den Straßen deutlich rauer geworden, sodass beispielsweise ein Lotsendienst an einer Berliner Schule eingestellt werden musste. Das darf sich nicht wiederholen. Verkehrshelfer und ihre Anweisungen müssen von allen Verkehrsteilnehmern respektiert werden.“ Auch Fred Hendricks, Aufsichtsratsvorsitzender des gastgebenden Entsorgungsunternehmens GEM, lobte den Einsatz der Jugendlichen: „GEM und mags sorgen mit ihren Dienstleitungen für ein gepflegtes Stadtbild in Mönchengladbach. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich im Einsatz für Sauberkeit und damit auch für Sicherheit auf den Straßen. Auch die Schülerlotsen sorgen für mehr Sicherheit auf den Straßen und ihre Arbeit liegt uns am Herzen. Deswegen freut es uns, dass wir die Landesverkehrswacht NRW durch die Ausrichtung des Wettbewerbs gezielt unterstützen können.“

Die Schülerinnen und Schüler mussten einen schriftlichen Test absolvieren, den Bremsweg eines Fahrzeugs berechnen und sich in einem Rollenspiel mit nervigen, besserwisserischen oder respektlosen Verkehrsteilnehmern auseinandersetzen. Außerdem absolvierten sie einen Reaktionstest.

In NRW gibt es rund 3.900 Lotsen, darunter 1.620 Schülerinnen und Schüler. Auf dem Weg zur Schule verunglückten in Nordrhein-Westfalen in 2016 laut Innenministerium 1.119 Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Auf Wegen, die von Verkehrshelfern gesichert wurden, ereignete sich bislang kein gravierender Unfall.

Landesverkehrswacht NRW 
Burkhard Nipper, Mathias Schiffmann

Eintrag vom: 07.06.2017